Mehrere Fehlgeburten – Wann sollte man Ursachen abklären?
Eine Fehlgeburt ist schmerzhaft.
Zwei oder drei hintereinander lösen oft große Unsicherheit aus.
War es Zufall?
Liegt eine Ursache vor?
Sollte man medizinisch genauer hinschauen?
Diese Fragen sind nachvollziehbar – und berechtigt.
Was gilt als wiederholte Fehlgeburt?
Medizinisch spricht man von „habitueller Abortneigung“ oder „wiederholten Fehlgeburten“, wenn:
- Zwei oder mehr aufeinanderfolgende Schwangerschaften enden
Viele Fachgesellschaften empfehlen spätestens nach zwei Fehlgeburten eine diagnostische Abklärung.
Mehr zur allgemeinen Häufigkeit hier:
Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft – Wie häufig ist sie wirklich?
Sind mehrere Fehlgeburten häufig?
Mehrere aufeinanderfolgende Fehlgeburten sind deutlich seltener als eine einzelne Fehlgeburt.
Die Mehrheit der Frauen erlebt nach einer Fehlgeburt eine gesunde Folgeschwangerschaft.
Wiederholte Verluste sollten jedoch medizinisch ernst genommen werden.
Mögliche Ursachen bei wiederholten Fehlgeburten
Im Gegensatz zu einzelnen Fehlgeburten können bei wiederholten Verlusten gezielt Ursachen gesucht werden.
Mögliche Faktoren sind:
- Chromosomale Besonderheiten bei einem Elternteil
- Gerinnungsstörungen
- Immunologische Erkrankungen
- Hormonelle Dysbalancen
- Anatomische Besonderheiten der Gebärmutter
Mehr zu medizinischen Grundlagen hier:
Ursachen einer Fehlgeburt – Was sagt die Medizin?
Genetische Faktoren
In manchen Fällen kann eine sogenannte balancierte Chromosomenveränderung bei einem Elternteil vorliegen.
Diese führt meist nicht zu gesundheitlichen Problemen – kann jedoch die Embryonalentwicklung beeinflussen.
Eine humangenetische Beratung kann hier Klarheit schaffen.
Gerinnungsstörungen
Bestimmte Gerinnungsstörungen können die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen.
Hierzu zählen unter anderem:
- Faktor-V-Leiden
- Antiphospholipid-Syndrom
Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben.
Hormonelle Ursachen
Ein Progesteronmangel oder Schilddrüsenfunktionsstörungen können eine Rolle spielen.
Auch PCOS sollte abgeklärt werden.
Mehr zum AMH-Wert hier:
AMH-Wert verstehen – Was sagt er wirklich aus?
Anatomische Faktoren
Strukturelle Besonderheiten der Gebärmutter können in seltenen Fällen eine Implantation erschweren.
Diese werden meist durch Ultraschall oder Hysteroskopie erkannt.
Alter als Risikofaktor
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für genetische Veränderungen.
Mehr dazu hier:
Kinderwunsch über 35 – Was Sie realistisch wissen sollten
Psychische Belastung nach mehreren Fehlgeburten
Wiederholte Verluste führen häufig zu:
- Angst vor erneuter Schwangerschaft
- Vertrauensverlust in den eigenen Körper
- Partnerschaftlichen Spannungen
Mehr zur emotionalen Verarbeitung hier:
Wie verarbeitet man eine Fehlgeburt?
Wann sollte man eine Kinderwunschklinik aufsuchen?
Eine spezialisierte Abklärung ist sinnvoll, wenn:
- Zwei oder mehr Fehlgeburten aufgetreten sind
- Weitere Risikofaktoren bestehen
- Das Alter über 35 Jahre liegt
Mehr zu reproduktionsmedizinischen Optionen hier:
IVF, ICSI und moderne Reproduktionsmedizin – Orientierung ohne Überforderung
Struktur statt Panik
Wiederholte Fehlgeburten bedeuten nicht automatisch, dass keine Schwangerschaft möglich ist.
Gezielte Diagnostik kann Ursachen klären – und Therapieoptionen eröffnen.
Ganzheitliche Stabilisierung
Neben medizinischer Diagnostik ist emotionale Stabilität entscheidend.
Das Journal kann helfen, Gedanken zu strukturieren:
Warum ein Journal Ihren Kinderwunschprozess stärken kann
Das Soulboard bietet geschützten Austausch:
Soulboard – Gemeinschaft statt anonymes Forum
Hier beginnt strukturierte Abklärung
Mehrere Fehlgeburten sind belastend.
Doch sie sind kein endgültiges Urteil.
Strukturierte Diagnostik schafft Klarheit.
Und Klarheit reduziert Angst.
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